Das Limita-Konzept ergänzt unseren Verhaltenskodex. Pädagogische Fachkräfte stärken Kinder gezielt in ihrem Selbstbewusstsein und vermitteln zentrale Schutzbotschaften. Diese werden regelmässig, mindestens einmal jährlich, gemeinsam mit den Kindern und im Team thematisiert. Im April begleitet uns dieses Projekt besonders intensiv im Alltag.
Im Mittelpunkt stehen vier wichtige Botschaften:
Mein Körper gehört mir
Kinder lernen, ihren Körper als wertvoll wahrzunehmen sowie eigene Grenzen zu spüren und auszudrücken. Fachkräfte respektieren diese Grenzen bewusst und begleiten Alltagssituationen, wie z. B. Pflege – sprachlich und achtsam.
👉 Ein gutes Körpergefühl hilft Kindern, Grenzverletzungen zu erkennen und sich zu schützen.
Alle Gefühle sind richtig und wichtig
Kinder werden darin unterstützt, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und auszudrücken. Pädagogische Fachkräfte leben einen offenen und respektvollen Umgang mit Emotionen vor und nutzen Gespräche, Spiele und Materialien, um emotionale Kompetenzen zu stärken.
👉 Wer seinen Gefühlen vertraut, merkt schneller, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt.
Ich darf Nein sagen
Kinder haben das Recht, „Nein“ zu sagen und ihre Grenzen zu setzen. Dieses Recht wird im Alltag ernst genommen und respektiert, ausser in Situationen, in denen ihre Sicherheit gewährleistet werden muss. Durch Gespräche, Bücher und Rollenspiele lernen Kinder, sich klar auszudrücken und für sich einzustehen.
👉 Ein selbstbewusstes Nein stärkt das Selbstvertrauen und schützt vor Übergriffen.
Ich bin mutig und hole mir Hilfe
Kinder lernen, zwischen guten und schlechten Geheimnissen zu unterscheiden, und werden ermutigt, belastende Situationen mitzuteilen. Fachkräfte schaffen vertrauensvolle Gesprächsmöglichkeiten und unterstützen die Kinder dabei, passende Ansprechpersonen zu kennen.
👉 Hilfe zu holen ist mutig und wichtig. Kinder sollen wissen, dass sie nicht allein sind.
So wird Prävention im Alltag lebendig und stärkt die Kinder nachhaltig im Umgang mit sich selbst und anderen.

